Archiv für Dezember 2007

Projekt RAID5 Teil II

Samstag, 01. Dezember 2007

ACHTUNG: ANLEITUNG AUF EIGENE GEFAHR BENUTZEN!!

Nachdem Christian Schmalenberger anmerkte, dass er sein RAID1 auch auf RAID5 umstellen möchte, habe ich folgend meine Schritte zum RAID5 notiert.

Zu allererst sollte man sich seine Daten sichern, egal wie, auf DVD, HD, Bluyray oder auf eine weitere Festlpatte kopieren (so hab ichs gemacht). Die Befehle müssen alle als root ausgeführt werden. Unter Ubuntu muss daher jeder Befehl mit sudo eingeleitet werden.

Bei meinem Rechner musste ich noch eine weitere Festplatte einbauen, also habe ich den Rechner runter gefahren und eine weitere absolut baugleiche Festplatte wie die beiden existierenden eingebaut.

Nach der Sicherung der Daten und dem Einbau der Festplatte muss man das RAID Laufwerk unmounten, bei mir war es /dev/md0, was mit dem Befehl umount /dev/md0 erreicht wird. Danach muss das vorhandene RAID gestoppt werden, sonst kann später kein neues RAID angelegt werden, da die Laufwerke als busy bezeichnet sind. Mit

mdadm --stop /dev/md0

wird das RAID angehalten.

Die neue eingebaute Festlpatte muss noch als RAID Festplatte definiert werden. Mit dem Befehl

fdisk /dev/hdb

(neue Festplatte bei mir) kann man die Festplatte partitionieren. Hier ist zu beachten, dass bei einem RAID5 alle 3 Festplatten, bzw. alle 3 Partitionen gleich groß sein müssen, wenn dies nicht der Fall ist, wird für das spätere RAID5 die kleinste Partition/Festplatte als Vorgabe für die RAID-Größe genommen.

Im Partitionierungsmenü von fdisk kann mit n eine neue Partition angelegt werden. Da ich die volle Festplatte brauche wähle ich anschließend p für Primary Partition und 1 für die erste Primary Partition. Anschließend kann die Auforderung zur Eingabe des Begings und des Endes der Zylinder mit Enter einfach bestätigt werden. Standardmäßig wird hier der erste für den Begin und der letzte Zylinder für das Ende herangezogen. Anschließend muss mit t der Typ der Festlpatte auf fd (Linux Raid autodetection) eingestellt werden. Alle Änderungen werden mit w bestätigt und auf die Festplatte geschrieben.

Würde ein komplett neues Raid aufgesetzt werden, müsste der oben beschriebene Vorgang auf allen Festplatten durchgeführt werden.

Bei mir geht es weiter mit dem Anlegen des neuen RAID’s.

mdadm --create --verbose /dev/md0 --auto=yes --level=5
--raid-devices=3 /dev/hdb /dev/hdc /dev/hdd

lege ich ein neues RAI5 mit meinen drei Festplatten hdb, hdc und hdd auf das “virtuelle Laufwerk” md0 an.

Ich habe die Platte gleich mit

mkfs.ext3 /dev/md0

als ext3 formatiert. Anschließend wäre es nützlich die RAID Platte in die fstab einzutragen, dass diese bei einem Neustart automatisch gemountet wird. Mit einem beliebigen Editor die /etc/fstab öffnen und die Zeile

/dev/md0 /media/fileserver ext3 auto,user,exec 0 0

ergänzen. Somit haben wir erreicht, dass /dev/md0 auf /media/fileserver gemountet wird. Das Verzeichnis wird mit mkdir /media/fileserver angelegt.

Jetzt kann auch schon begonnen werden die Festplatte einzuhängen, und zwar mit

mount /dev/md0

und die Daten von der Sicherung wieder auf das RAID zu kopieren.

Fertig -

PS: Man kann die Daten auch auf der Festplatte belassen und die Festplatte nicht formatieren, so würde man sich die Zeit sparen für die Sicherung und Wederherstellung der Daten, jedenfalls habe ich das mal so gelesen. Jedoch war mit eine Sicherung der Daten wichtiger, als ein kleiner Vermerk dass die auch funktionieren könnte!